Bergkamen, Klangkosmos NRW : Japan
Zeit
Details der Veranstaltung
Die Ainu sind die indigenen Bewohner Nordjapans, die überwiegend auf den Inseln Hokkaido, Sachalin und den Kurilen leben. Ainu bedeutet in ihrer Sprache „Mensch“. 2008 wurden die Ainu in Japan
Details der Veranstaltung
Die Ainu sind die indigenen Bewohner Nordjapans, die überwiegend auf den Inseln Hokkaido, Sachalin und den Kurilen leben. Ainu bedeutet in ihrer Sprache „Mensch“. 2008 wurden die Ainu in Japan zunächst als indigene Gruppe und dann 2019 offiziell als kulturelle Minderheit mit eigenen Rechten anerkannt. Dies führte zu einer Revitalisierungsbewegung ihrer uralten oralen Kultur. Kapiw und Apappo sind die Künstlernamen von zwei Schwestern, die sich als Teil dieser Bewegung verstehen und seit 2012 regelmäßig Konzerte in Japan und auch in andern asiatischen Ländern geben, um ihre uralte Liedtradition zu präsentieren. Kapiw bedeutet „Möwe“ und Apappo „Blume“. Sie lernten die Lieder seit ihrer Kindheit: Upopo – Lieder, die kurz und zumeist einfach strukturiert sind und sich um Alltagsaktivitäten drehen. Sie sind rhythmisch, mit Texten und Melodien, die auf der Arbeit basieren, mit der sie gesungen werden. Und Kapiw & Apappo singen auch fast vergessene Lieder mit zweistimmigen Ukouk-Kehlgesang der Frauen, die oft meditativ oder auch spielerisch wie ein Wettbewerb sind. Dazu begleiten sie sich auf der Schalenzither Tonkori und den Maultrommeln Mukkuri. Die Schönheit der Stimmen der beiden Musikerinnen, der Klang ihrer Instrumente sind erfüllt von der Seele, die sie von ihren Vorfahren geerbt haben.
Emi Toko KAPIW – Mukkuri, Gesang / Fukiko Goukon APAPPO – Tonkori, Mukkuri, Gesang
Beteiligte Gruppen und Personen
Kapiw & Apappo